Dec 01
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Was ist die Blockchain?

Blockchain ist in aller Munde! Aber was ist diese Blockchain überhaupt? Wenn von Blockchain die Rede ist, spricht man von der so genannten „Distributed Ledger Technology". So lautet die Datenstruktur, auf der beispielsweise die Bitcoin-Blockchain basiert, aber auch eine Echtheitsprüfung für Diamanten. Dank diesem verteilten, dezentral geführten Kontobuch sowie kryptographischer Verfahren sind vertrauensbasierte Transaktionen zwischen beliebigen Teilnehmern möglich – ohne physischen Kontakt, ohne vermittelnde Instanz und ohne gegenseitige Kenntnis der Identitäten.


Dabei beruht eine Blockchain auf vier Prinzipien:

1. Verteilte Buchführung (Shared Ledger)

Sämtliche Wertübertragungen werden nach deren Verifizierung dauerhaft und unveränderbar mit einem eindeutigen Zeitstempel in Blöcken erfasst. Diese chronologische Beweiskette – daher der Name Blockchain – ist bei jedem Marktteilnehmer hinterlegt und lässt die aktuellen Eigentümerverhältnisse nachvollziehen.


2. Smart Contracts

Smart Contracts definieren in der Blockchain die notwendigen Geschäftsregeln. Sie werden als Programmcode in die Blockchain geladen und im Rahmen von Transaktionen automatisch ausgeführt.


3. Vertraulichkeit

Die Vertraulichkeit wird zum einen durch die Blockchain-Architektur und zum anderen durch die eingesetzte Verschlüsselungstechnologie erreicht.

4. Consensus

Das Consensus-Verfahren ist ein dezentrales Verfahren, um die Echtheit von Transaktionen zu verifizieren. In einem Peer-2-Peer-Netzwerk werden Transaktionen von vielen Teilnehmern bewertet. Bei einem positiven Ergebnis erhält die Transaktion eine Art Gültigkeitsstempel.

So funktionieren Transaktionen in einer Blockchain

Blockchain wird auf einer für alle berechtigten Netzwerkteilnehmer zugänglichen Cloud hinterlegt und ermöglicht dabei Peer-to-Peer-Transaktionen.

So funktioniert eine Transaktion genau:

  1. Zwei Handelspartner sind sich einig, eine Transaktion wird vereinbart und auf einer Blockchain-Plattform angestoßen. Beispiele: Geldzahlung, Übertragung von Eigentum oder Nutzungsrechten von einer Person auf eine andere. 
  2. Die Blockchain-Anwendung erzeugt einen Block mit dieser Transaktion.
  3. Kommunikation dieses Blocks an jeden Netzwerkteilnehmer.
  4. Verifizierung der Transaktion durch den Pool aller Netzwerkteilnehmer. Sobald die Transaktion von einem vorher festgelegten Quorum der Netzwerkteilnehmer als korrekt anerkannt wurde, kann dieser Block in die Blockchain eingereiht werden.
  5. Die Transaktion ist dadurch dauerhaft und unveränderbar erfasst. Die Wertstellung der Transaktion zwischen den beiden Handelspartnern ist gültig vollzogen.

Blockchain leistet dabei weitaus mehr als nur dezentralen und sicheren Zahlungsverkehr. Durch die Erfassung sämtlicher Transaktionen sind die aktuellen Eigentümerverhältnisse jederzeit sichtbar, und auch die Einhaltung von Regeln kann stets automatisiert überprüft werden.

Der Durchbruch der Blockchain wird dabei noch ein wenig auf sich warten lassen, aber es werden ständig neue Anwendungsgebiete erschlossen. Es ist davon auszugehen, dass die Technologie in einigen Jahren aus unseren täglichen Leben nicht mehr wegzudenken ist.