Als die eine größte Herausforderung nennen 25 Prozent Nachfrage und Absatz, 21 Prozent Kosten, Preise und Inflation, 20 Prozent technologischen Wandel und KI. Danach folgen mit Abstand Geopolitik, Energie und Lieferketten (10 Prozent), Regulierung und Bürokratie (9 Prozent), Finanzierung (7 Prozent) und Fachkräfte (7 Prozent).
Die Rangfolge kippt, sobald man nach Perspektive trennt. Die Unternehmensseite sagt zuerst Nachfrage (28 Prozent), die Begleiter sagen zuerst Kosten (30 Prozent). Der Unterschied ist statistisch gesichert (Chi-Quadrat-Test, p unter 0,001). Unternehmer sehen ihr Problem im Markt; wer sie berät oder finanziert, sieht es in der Kostenstruktur.
Für die Praxis heißt das: Wer als Externer mit einem Kostenprogramm ins Unternehmen kommt, trifft auf Eigentümer, deren Sorge der Auftragseingang ist. Beide haben vermutlich recht. Aber sie reden zunächst aneinander vorbei, und das erklärt manche zähe Erstberatung besser als jeder Methodenstreit.
KI liegt mit 20 Prozent auf Platz drei und damit vor allen klassischen Standortthemen. Fachkräfte, über Jahre das Thema Nummer eins, nennen nur noch 7 Prozent. Nicht, weil das Problem verschwunden wäre, sondern weil anderes dringender geworden ist.