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Nachfolge 2 Min. Lesezeit

Mittelstandspuls Herbst 2026: Innen stabil, außen unsicher

Das Wichtigste in KürzeZusammenfassung für Eilige

Die erste Welle des Mittelstandspulses mit 402 Antworten zeigt eine stabile, abwartende Stimmung bei hoher äußerer Unsicherheit. 70 Prozent beurteilen die eigene Lage als gut oder stabil, 71 Prozent erwarten keine Veränderung. Unternehmer nennen zuerst die Nachfrage als größte Herausforderung, ihre Begleiter zuerst die Kosten. Jeder dritte Unternehmer hat die Nachfolge nicht geklärt, bei den Begleitern sind es nur 8 Prozent. Bericht und Kurzauswertung gibt es auf der Studienseite.

  • 70 Prozent beurteilen die Lage des eigenen Unternehmens als gut oder stabil, 30 Prozent als angespannt oder kritisch.
  • 71 Prozent erwarten für die nächsten sechs Monate keine Veränderung; der Klimasaldo liegt bei plus 10 Punkten.
  • Die Unternehmensseite nennt zuerst die Nachfrage, Berater und Investoren nennen zuerst die Kosten.
  • Jeder dritte Unternehmer sagt, die Nachfolge sei nicht geklärt; bei den Begleitern sagen das nur 8 Prozent.
  • 24 Prozent sind weder auf Veränderung vorbereitet noch in der Nachfolge geklärt, überwiegend in angespannter oder kritischer Lage.
Balkendiagramm zur Lage des eigenen Unternehmens: 21 Prozent gut, 49 Prozent stabil, 30 Prozent angespannt oder kritisch
Lage des eigenen Unternehmens, Mittelstandspuls Herbst 2026 (n = 402), im Vergleich zum Klaiton Market Pulse Q3/2026.

402 Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte, Berater, Interim Manager und Kapitalgeber haben im Herbst 2026 fünf Fragen zur Lage des Mittelstands beantwortet. Die erste Welle des Mittelstandspulses ist ausgewertet. Die Ergebnisse, alle Grafiken und der vollständige Bericht stehen ab sofort auf einer eigenen Seite: phalanx.de/mittelstandspuls.

Das Ergebnis in vier Wörtern

Innen stabil, außen unsicher. 70 Prozent beurteilen die Lage ihres eigenen Unternehmens als gut oder stabil, 71 Prozent erwarten für die nächsten sechs Monate keine Veränderung. Gleichzeitig dreht sich das größte Thema der offenen Antworten um etwas, das außerhalb des Unternehmens liegt: Politik, Geopolitik, Energie und fehlende Planungssicherheit. 17 der 24 Personen, die darüber schreiben, bewerten die eigene Lage als gut oder stabil.

Drei Befunde, die in der Beratung zählen

Erstens: Das Plateau ist die neue Normalität. Sieben von zehn Befragten erwarten für das nächste halbe Jahr weder Besserung noch Verschlechterung. Von den 26 Befragten in kritischer Lage erwartet niemand eine Besserung. Wer auf bessere Zeiten wartet, um eine Nachfolge oder eine größere Veränderung anzugehen, wartet auf etwas, mit dem die Mehrheit nicht rechnet.

Zweitens: Unternehmer und ihre Begleiter sehen verschiedene Probleme. Die Unternehmensseite nennt zuerst Nachfrage und Absatz (28 Prozent), Berater, Interim Manager und Investoren nennen zuerst Kosten (30 Prozent). Der Unterschied ist statistisch gesichert. Wer mit einem Kostenprogramm ins Unternehmen kommt, trifft auf Eigentümer, deren Sorge der Auftragseingang ist. Das erklärt manche zähe Erstberatung besser als jeder Methodenstreit.

Drittens: Die Nachfolge ist unsichtbar, aber offen. Nur vier von 402 Befragten nennen die Nachfolge als größte Herausforderung. Zugleich sagt jeder dritte Unternehmer, dass nicht geklärt ist, wer das Unternehmen in fünf Jahren führt und wem es gehört. Bei ihren Beratern und Investoren sagen das nur 8 Prozent. Die Begleiter halten die Nachfolge ihrer Mandanten für deutlich geklärter, als die Eigentümer selbst es tun.

Das Viertel, auf das es ankommt

Kombiniert man die Vorbereitung auf Veränderung mit der Nachfolgeklarheit, entstehen vier Lagen. 42 Prozent sind vorbereitet und geklärt. 24 Prozent sind weder das eine noch das andere. Dieses Viertel ist nicht zufällig verteilt: Von den 98 Personen in diesem Feld beschreiben 57 ihre Lage als angespannt oder kritisch, und von den 26 Befragten in kritischer Lage sitzen 18 hier. Wo die Lage schwierig ist, fehlen Vorbereitung und Nachfolgeklarheit gleichzeitig.

Bericht und Kurzauswertung

Der vollständige Bericht umfasst 19 Seiten mit Methodik, Konfidenzintervallen, Signifikanztests, der Auswertung nach Rollen, der Tiefenanalyse der offenen Antworten und den Ableitungen für Unternehmer, Berater und Kapitalgeber. Dazu gibt es eine zweiseitige Kurzauswertung. Beides ist kostenlos und wird nach einer kurzen Anforderung per E-Mail zugeschickt.

Zur Studienseite und zur Anforderung des Berichts

Die nächste Welle

Der Mittelstandspuls ist als Panel angelegt. Welle 2 startet Anfang Dezember 2026. Lage und Erwartung bleiben als Klimafragen in jeder Welle gleich und machen Veränderungen über die Zeit sichtbar; dazu kommen wechselnde Blöcke zur Bereitschaft für Veränderung, zur Nachfolgereife und zur Akzeptanz externer Führung. Wer teilnimmt, bekommt die Auswertung vor der Veröffentlichung und kann die eigene Einschätzung mit dem Netzwerk vergleichen.


Die Befragung ist eine Netzwerkbefragung der Phalanx GmbH und nicht repräsentativ. Die Auswertung erfolgt in Zusammenarbeit mit der University of Reading und der Universität Siegen. Methodik und Grenzen sind auf der Studienseite und im Bericht dokumentiert.

Hinweis: Die Bilder in diesem Beitrag wurden mit KI erstellt. Texte und Redaktion: Phalanx GmbH.

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